Wie gelingen Innovationen in der Schule?

Schulleitende im Gespräch: Matthias Straub-Fischer (Mitte) und Gisela Schultebraucks-Burgkart. Moderator Frank Brückel (links). Foto: Reto Klink

Mitte Mai fand an der PH Zürich das 11. Symposium Personalmanagement im Bildungsbereich statt. Die Veranstalter thematisierten dieses Jahr die Frage, wie Innovation und Führung mit einem stark von vorgegebenen Reformen geprägten Bildungswesen vereinbar sind. Zwei Hauptrednerinnen und ein Hauptredner beleuchteten das Thema aus ihrer jeweiligen Perspektive.
Für Matthias Straub-Fischer, Schulleiter der KaosPiloten Bern, sind für Innovationen im Bildungsbereich sieben Elemente von Bedeutung: Mut, Integrität, Kreativität und Wertschätzung auf Seiten der Führungskraft, Vertrauen, Erfahrungen und Balance auf Seiten des Teams. Das richtige Timing in Bezug auf Planung und Durchführung und das Zusammenspiel der Teammitglieder führen seiner Ansicht nach zu neuen Horizonten.
Gisela Schultebraucks-Burgkart, Schulleiterin der mit dem Hauptpreis des Deutschen Schulpreises gewürdigten Grundschule Kleine Kielstrasse Dortmund, legte ihren Fokus auf die Frage der strukturellen Führung zur Einflussnahme auf Innovationen. Für die Schulleiterin sind klare Verantwortlichkeiten, eingespielte Prozesse und ein unterstützender organisatorischer Rahmen Voraussetzungen für Innovation. Wichtig ist, dass dieses Zusammenspiel dem pädagogischen Hauptanliegen der Schule dient: eine gute Schule für die Kinder zu sein, die im herausforderndsten Brennpunkt des Dortmunder Nordens aufwachsen.
Als letzte Hauptrednerin skizzierte Christine Böckelmann – Rektorin der Hochschule Luzern, Wirtschaft – Voraussetzungen und Bedingungen für Innovationen aus Sicht der Arbeits- und Organisationspsychologie und eines innovativen Unternehmertums. Bestimmende Voraussetzungen für Innovationen sind nach ihr die Offenheit von Personen für neue Erfahrungen, adäquate individuelle Lerngelegenheiten, Teams mit geteilten Zielen und Werten, unterstützende Strukturen mit klaren Zuständigkeiten und eine Kultur des Vertrauens und des grenzenlosen Denkens.
Die zwölf als praxisnahe Workshops konzipierten Foren zeigten auf, wie vielfältig Innovationen im Schulfeld sein können und was es dazu an Führung und Personalmanagement braucht: von der gezielten Personalförderung über Fragen zum Einsatz von ICT und Medien bis hin zu Veränderungen im Schulsystem am Beispiel von Tagesschulen. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung durch das Duo Co-Streiff & Tommy Meier.

Frank Brückel ist Dozent im Weiterbildungsbereich «Schule und Entwicklung» der PH Zürich.

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