Historischer Bilderbogen

Die Allgegenwart medialer Bilder und ihre permanente Verfügbarkeit lässt zuweilen vergessen, dass die bildtechnische Revolution schon 180 Jahre andauert und noch keineswegs abgeschlossen ist. Auf die Erfindung der Fotografie mit ihrem einzigartigen Bildrealismus (und ersten Fakes) folgt die visuelle Simulation neuer Wirklichkeiten im Kino. Die Möglichkeiten der elektronischen Signalüber­tragung führen im 20. Jahrhundert zur Entwicklung und Verbreitung des Massenmediums Fernsehen. Einen vorläufig letzten Visualisierungsschub bringt die computertechnische Digitalisierung, mit deren kultur-geschichtlichen Auswirkungen wir derzeit noch kämpfen. Der Bildhistoriker Gerhard Paul erzählt die Bildgeschichte, die auch immer eine Mediengeschichte ist, entlang der grossen Kapitel deutscher Geschichte und durchleuchtet in seinem umfassenden und reich illus­trierten Werk die vielschichtigen Bildpraktiken in Berichterstattung, Kunst, Werbung, Politik, Film und Wissenschaft.

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Gerhard Paul. Das visuelle Zeitalter: Punkt und Pixel. Göttingen: Wallstein Verlag, 2016. 760 Seiten.

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