Hochschultag-Podium mit Silvia Steiner

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Podiumsdiskussion mit Bildungsdirektorin Silvia Steiner. Foto: Dieter Seeger

Der Hochschultag der PH Zürich fokussiert jedes Jahr auf ein aktuelles Thema rund um die Bildung. Die neueste Durchführung Anfang November stand unter dem Motto «PH Zürich – Politik – Praxis: im Gleichschritt in die Schule von morgen?».Das Einstiegsreferat befasste sich mit den gesellschaftlichen Megatrends Diversität und Digitalisierung. Beide haben grosse Auswirkungen auf die Bildung. Für die Schule habe, so Hans-Jürg Keller, Innova
tionsmanager an der PH Zürich, die Digitalisierung und Automatisierung in der Arbeitswelt grosse Auswirkungen. Die Gesellschaft sei da-rauf angewiesen, dass alle Schülerinnen und Schüler ein Leistungsniveau erreichen könnten, das sie im Erwerbsleben zu mehr als Routinetätigkeiten befähige.
Die Schule muss sich demnach weiter bewegen und mit ihr auch die Bildungspolitik und die Pädagogischen Hochschulen. An einem Podium mit Bildungsdirektorin Silvia Steiner, dem Präsidenten des Schweizerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes, Beat W. Zemp sowie Walter Bircher, Rektor der PH Zürich, wurde nach den wichtigsten Treibern der Veränderungen gesucht. Auf die erste Frage, mit 
welchen Herausforderungen Lehrerinnen und Lehrer in den nächsten Jahren konfrontiert werden, tauchten an erster Stelle nicht die Megatrends Diversität und Digitalisierung auf. Vielmehr, so die Meinung der Gäste, sind es die finanziellen Rahmenbedingungen, welche das Schulfeld speziell fordern werden. So war etwa von einer «neuen Dimension des Verteilkampfes im Service public» die Rede und demgegenüber von neuen Lösungen, welche trotz oder gerade wegen der Sparmassnahmen gefunden werden müssten – beispielsweise der Einsatz von Assistenzpersonal in Schulklassen. Denn es brauche trotz knapper werdenden Ressourcen mehr Personal, um den «achievement gap», die Lücke zwischen lernstarken und lernschwachen Schülerinnen und Schülern, zu schliessen. Allerdings dürfe dabei die Ausbildung zur Lehrperson nicht verwässert werden.
Jeder in die Bildung investierte Franken ist ein nachhaltiger Franken – mit diesem Fazit leitete das Podium zu den Preisverleihungen über. Wie jedes Jahr wurden herausragende Arbeiten Studierender mit den Studienpreisen der Stiftung Pestalozzianum ausgezeichnet. Abschliessend erhielt Alt-Stadträtin Monika Weber den Bildungspreis der PH Zürich für ihr Engagement für Jugend und Lehrpersonen auch nach Aufgabe ihrer beruflichen Aktivitäten. Ein besonderes Anliegen sei ihr die politische Bildung von Lehrpersonen und damit das Einstehen für demokratische Werte, begründete die Jury ihren Entscheid.

Kommende Veranstaltungen

1. Dezember
Die Geschichte unserer Landschaft Die Vortragsreihe zeigt auf, dass die Sensibilisierung für ablaufende Prozesse in der Landschaft bereits in der Primarschule beginnen kann.

27. Januar Diskussionsforum Ganztagesbildung Im Zentrum stehen unter anderem die Erfahrungen aus der Entwicklung eines Tagesschulangebots in Uster.

28. Januar Übergänge gestalten Die Tagung richtet das Augenmerk auf Übergänge, die Kinder im Vorschulalter zu bewältigen haben.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen: phzh.ch

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