Studierendenporträt

Nach Abschluss der Fachmatur liebäugelte Lukas Frutiger einige Zeit mit dem Studium der Biologie und zugleich mit einer pädagogischen Laufbahn.

Student Lukas Frutiger

Lukas Frutiger, Student auf der Kindergartenstufe. Foto: Nelly Rodriguez

Den Ausschlag, das Studium zur Kindergartenlehrperson in Angriff zu nehmen, gaben die Erfahrungen, die er während eines halben Jahres in einem Waldkindergarten machen konnte. «Es war etwas Besonderes und sehr schön, mit den Kindern den ganzen Tag im Wald zu verbringen», erinnert sich Lukas Frutiger. Nach einem ganzen Tag draussen sei er abends oft ausgepowert gewesen. Das Feedback, das er von den Kindern und der Lehrperson erhalten hatte, war samt und sonders positiv.

Das   studentische   Leben gefällt ihm gut: «Bereits am ersten Tag fand ich Gleichgesinnte, ich empfinde die Studierenden hier als sehr offen und kontaktfreudig», sagt Lukas Frutiger. Er besucht mit vielen Studierenden jeweils die gleichen Module, das sei ein Glücksfall. Im Studium selbst hat er sich zuerst etwas zurechtfinden müssen, aber bereits nach kurzer Zeit ist er gut in Fahrt gekommen. Das Highlight sind die Praktikumstage: «Da habe ich gar keine Mühe gehabt, mit den Kindern in Kontakt zu kommen und mich einzuleben», sagt er, und die Begeisterung ist ihm anzusehen. Was er vor allem lernt, ist, dass er zwar vieles genau planen kann, jedoch meistens etwas dazwischen kommt. «Der Unterricht ist sehr spontan, es passiert eigentlich jedes Mal etwas Unerwartetes», sagt er schmunzelnd. Eine grosse Herausforderung ist es, mit Störungen umzugehen, das ist ein Knackpunkt: «Wenn ich eine Geschichte erzähle, will ich Ruhe haben im Zimmer, dies muss ich durchsetzen können», sagt Lukas Frutiger.

Von seiner Berufswahl ist er überzeugt, etwas hat ihn aber auch schon ins Grübeln gebracht: «Als männliche Kindergartenlehrperson sieht man sich teilweise mit gewissen Vorurteilen konfrontiert.» Diese Erfahrung habe er selbst gemacht im Praktikum, anfangs habe er sich von Eltern etwas beobachet gefühlt und ein gewisses Misstrauen gespürt. Dieses sei aber schnell verflogen, und er ist sich jetzt sicher, dass er einen guten Umgang finden wird mit den Eltern und Kindern.

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