Studierendenporträt

180 Studierende und   nur eine   Küche – dies ist etwas vom Wenigen, was Sara Pascual an Zürich nicht vermissen wird. Die Spanierin war ein Jahr lang Austauschstudentin auf der Eingangsstufe an der PH Zürich und lebte während dieser Zeit in einem Studentenheim in Zürich-Altstetten.

«Mir gefällt die Stadt, sie hat genau die richtige Grösse», sagt sie. Eine ihrer Dozentinnen an der University of Deusto in Bilbao hatte ihr die PH Zürich für ein Austauschjahr ans Herz gelegt. Auch ihre Mitstudentinnen, die schon in Zürich waren, hatten geschwärmt.

Ein grosser Unterschied zwischen der PH Zürich und ihrer «Heim-Uni» in Bilbao sei insbesondere das Verhältnis zwischen den Dozierenden und den Studierenden. Hier sei es möglich, dass die Dozentin nach dem Unterricht auf einen Kaffee in die Mensa mitkomme. «In Spanien ist dies undenkbar. Vielleicht sind die Studierenden in den Modulen deshalb so viel aktiver.» In der Schweiz werde viel diskutiert, und es würden Fragen gestellt. Ausserdem gefällt ihr die praxisbezogene Ausbildung: «In Bilbao hat das Studium lange nicht so einen hohen Praxis-Anteil.» Und was zeigt der Vergleich zwischen der Schweiz und Spanien weiter? «In Bilbao sind die Kinder rund vier Jahre im Kindergarten.» Es sei sehr schwierig, eine Stelle zu finden. Der Beruf sei beliebt. «Zudem sind die Schülerinnen und Schüler hier unabhängiger. In Spanien werden sie bis ins Schulhaus begleitet, ihnen wird nicht zugetraut, den Weg alleine zu meistern.» Auch das Händeschütteln mit den Schülern vor und nach dem Unterricht war für Sara neu. Gerne würde sie dies zu Hause auch einführen, zusammen mit einem «Ämtliplan», den sie so bislang noch nicht gekannt hatte.

Im September wird Sara für ein Praktikum in einem Kindergarten mit deutsch- und spanischsprechenden Kindern in die Schweiz zurückkehren. So kann sie das Gelernte gleich wieder praktisch anwenden und ist überdies in der Nähe ihres Freundes, einem ETH-Studenten aus Polen, den sie in Zürich kennengelernt hat.

Cécile Oberholzer ist Redaktorin in der Abteilung Kommunikation an der PH Zürich.

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